Im Mai 2015 startete das Projekt E-Carsharing in Osttirol unter dem Namen „FLUGS“ mit einem E-Auto am Stegergarten in Lienz. Im Juli 2016 übernahm die Regionalenergie Osttirol die Trägerschaft vom Verein E-Tirol. Seitdem wird „FLUGS“ stetig auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse ausgebaut.

Das E-Carsharing richtet sich keineswegs nur an Privatpersonen, sondern auch an die Geschäftswelt und kommunale Einrichtungen. FLUGS ist als Alternative zum Zweitwagen oder als Ergänzung zu Firmenfahrzeugen gedacht. Die genossenschaftliche Ausrichtung der Regionalenergie Osttirol gilt auch für das E-Carsharing. Daher ist neben dem Ausbau des Nutzerkreises von derzeit 30 Privatpersonen und Firmen auch die Installation des FLUGS im gesamten Bezirk angestrebt. Es laufen schon länger Gespräche mit Interessenten.

Einer davon war das Aufbauwerk der Jugend auf Schloss Lengberg. Im Dezember lief eine Testphase mit einem neuen und damit zweiten FLUGS, der wie das bereits in Lienz stationierte E-Auto ein Renault Typ „ZOE“ ist. Seit Jänner ist das zweite Auto des E-Carsharings fest am Standort Lengberg stationiert. Von Montag bis Donnerstag ist das E-Auto – hauptsächlich tagsüber – für das Aufbauwerk der Jugend reserviert, um flexibel Fahrten zum Bahnhof, zum Arzt oder zu einem Betrieb zu ermöglichen. „Unsere Trainees werden so an das Thema E-Mobilität herangeführt, indem sie die Alltagstauglichkeit dieser Technologie am eigenen Leib erfahren können“, kommentiert der stellvertretende Leiter des Aufbauwerks, Michael Fürhapter.

In der nicht reservierten Zeit steht der FLUGS allen Gemeindebürgern zur Verfügung und ist als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr gedacht. „An einem zweckmäßigen Angebot für die Gemeinde Nikolsdorf arbeiten wir bereits“, sagt Manfred Gaschnig, Geschäftsführer der Regionalenergie. Das Interesse und die Buchungszahlen des in Lienz bereitgestellten FLUGS steigt ständig. Daher wird über die Stationierung eines zweiten Autos in der Stadt nachgedacht. Auf jeden Fall wird die Familie der FLUGS-Autos im Frühjahr um zwei weitere Fahrzeuge aufgestockt. „Für uns ist es wichtig, auch im Oberland und im Iseltal Standorte für das E-Carsharing zu finden. Das wird die Beweglichkeit in Osttirol enorm steigern“, ergänzt der Geschäftsführer der Regionalenergie Osttirol.

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Bilder: Bildrechte  Christoph Blasig / Regionalenergie Osttirol