Diese enorme Menge konnte durch die Nutzung von regenerativer Energie ersetzt werden. Rund 18 Gigawatt Wärmeleistung setzte die Regionalenergie Osttirol bei ihren Kunden im vergangen Jahr ab.

Um Osttirol flächendeckend mit Wärme aus dem Holz heimischer Wälder versorgen zu können, unterhält die Regionalenergie Osttirol verschiedene Einrichtungen. Neben den Heizwerken und dem mittlerweile 17 Kilometer langen Leistungsnetz gehören sowohl Verwaltung als auch Lagerstätten dazu. Kals ist einer der Hauptstandorte. Hier werden zwei Nahwärmenetze betrieben: Kals Ködnitz mit der Versorgung des Ortszentrums, sowie die Heizung Schule Kals inklusive zweier privater Gebäude. Die Versorgung der Heizanlage erfolgt ausschließlich mit Hackgut aus dem Lager Kals/Lana, wo bis zu 2.500 Schüttraummeter Hackschnitzel eingelagert werden können. Auch Privatiers können sich hier Hackgut für ihre Heizanlage abholen. Der Rohstoff kommt zu 100 % aus den umliegenden Wäldern der Gemeinde. Die Agrar-Gemeinschaft Kals ist dabei wichtigster Partner der Regionalenergie Osttirol. Darüberhinaus können dort ebenso andere Waldbesitzer anfallendes Brennholz anliefern.

Im gesamten Bezirk Lienz ist die Regionalenergie Osttirol so strukturiert, um Regionalität und kurze Wege zu gewährleisten – auch das gehört zum Prinzip „Nachhaltigkeit“. Ferner bleibt dadurch der Holzpreis stabil.

Die Regionalenergie Osttirol ist eine Genossenschaft mit 115 Mitgliedern. Derzeit werden 236 Kunden im Bezirk versorgt. Die gesamte angeschlossene Stationsleistung von 14.500 kW entspricht der Anschlussleistung von ca. 1400 durchschnittlichen Haushalten. Sie leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung der energieautonomen Vision „Tirol 2050“.