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Trotz sommerlicher Temperaturen sind die Heizwerke der Regionalenergie Osttirol in Betrieb und stellen die Versorgung der Kunden flächendeckend sicher.

Das Heizkraftwerk in Abfaltersbach zeigt beispielhaft die Bedeutung dieser Gewährleistung für den Bezirk. Die Anlage der Biomasse Heizwerk Abfaltersbach GmbH ist darüber hinaus ein Vorbild, wie eine Genossenschaft mit privatwirtschaftlichen Unternehmen und Kommunen zusammenarbeitet. Der Standort wird gemeinsam von HELLA Sonnen- und Wetterschutztechnik GmbH, der Gemeinde Abfaltersbach und der Regionalenergie Osttirol betrieben.

Das Heizwerk versorgt u.a. das Gemeindezentrum, die Firma Hella, einige Hotels und zahlreiche Haushalte mit Wärme. Die Anzahl der Kunden ist heuer weiter angestiegen. Diese Energie wird neben dem Heizen an kühleren Tagen im Sommer besonders für die Warmwasserversorgung benötigt. Deren Sicherstellung ist ebenso Aufgabe der Heizwerke.

Im Hinblick auf die kommende Heizperiode 2016/2017 erinnert Manfred Gaschnig, Geschäftsführer der Regionalenergie Osttirol, private Betreiber von Heizwerken daran, sich rechtzeitig über Hackschnitzel und Konditionen zu informieren. „Auf unserer neugestalteten Homepage – http://www.regionalenergie-osttirol.at– findet der Kunde erste Auskünfte und Kontaktdaten, die er für eine sorglose Heizsaison braucht“, sagt Manfred Gaschnig. Die neue Website informiert über Aktuelles, die Genossenschaft, den Holzeinkauf und bietet einen interaktiven Überblick auf die Standorte in Osttirol. Ferner ist das E-Carsharing „FLUGS“ integriert, da die Regionalenergie Osttirol seit kurzem Träger ist. Der FLUGS kann hier bequem gebucht werden.

E-Carsharing FLUGS ein Projekt im Sinne von Tirol 2050

Was mit einer Idee während des Prozesses „Vordenken für Osttirol“ begann, durch den Verein „Energie-Impulse Osttirol“ ehrenamtlich umgesetzt wurde und schließlich von der Regionalenergie Osttirol, als neuer Träger, kontinuierlich ausgebaut wird, steht im Einklang mit dem Programm energieautonomes Tirol 2050.

Das E-Carsharing FLUGS, was mehr ist als ein Verkehrskonzept  – die Verbindung von Mobilität und identitätsstiftenden Gemeinschaftsgedanken – findet schon seit längerem über die Grenzen des Bezirks hinweg Beachtung. Nun reiht sich das E-Carsharing made in Osttirol mit einem Bericht neben vielen anderen zukunftsorientierten Projekten auf die Homepage von Tirol 2050 ein.

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Diese enorme Menge konnte durch die Nutzung von regenerativer Energie ersetzt werden. Rund 18 Gigawatt Wärmeleistung setzte die Regionalenergie Osttirol bei ihren Kunden im vergangen Jahr ab.

Um Osttirol flächendeckend mit Wärme aus dem Holz heimischer Wälder versorgen zu können, unterhält die Regionalenergie Osttirol verschiedene Einrichtungen. Neben den Heizwerken und dem mittlerweile 17 Kilometer langen Leistungsnetz gehören sowohl Verwaltung als auch Lagerstätten dazu. Kals ist einer der Hauptstandorte. Hier werden zwei Nahwärmenetze betrieben: Kals Ködnitz mit der Versorgung des Ortszentrums, sowie die Heizung Schule Kals inklusive zweier privater Gebäude. Die Versorgung der Heizanlage erfolgt ausschließlich mit Hackgut aus dem Lager Kals/Lana, wo bis zu 2.500 Schüttraummeter Hackschnitzel eingelagert werden können. Auch Privatiers können sich hier Hackgut für ihre Heizanlage abholen. Der Rohstoff kommt zu 100 % aus den umliegenden Wäldern der Gemeinde. Die Agrar-Gemeinschaft Kals ist dabei wichtigster Partner der Regionalenergie Osttirol. Darüberhinaus können dort ebenso andere Waldbesitzer anfallendes Brennholz anliefern.

Im gesamten Bezirk Lienz ist die Regionalenergie Osttirol so strukturiert, um Regionalität und kurze Wege zu gewährleisten – auch das gehört zum Prinzip „Nachhaltigkeit“. Ferner bleibt dadurch der Holzpreis stabil.

Die Regionalenergie Osttirol ist eine Genossenschaft mit 115 Mitgliedern. Derzeit werden 236 Kunden im Bezirk versorgt. Die gesamte angeschlossene Stationsleistung von 14.500 kW entspricht der Anschlussleistung von ca. 1400 durchschnittlichen Haushalten. Sie leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung der energieautonomen Vision „Tirol 2050“.

Regionale Heizwerkbetreiber erörterten Fragen zum Thema Tirol 2050 und zur zukünftigen Arbeit des Tiroler Heizwerkverbandes.

Unter der Leitung des Koordinators des Tiroler Heizwerkverbandes DI Andreas Moser trafen sich am Montag, dem 4. April 2016 in den Räumlichkeiten der Lienzer Feuerwehr Vertreter der Heizwerke St. Jakob, St. Veit, Sillian, Lienz und private Betreiber zu einen Workshop und Interessensaustausch. Ferner waren der Bürgermeister von Dölsach, Josef Mair und der Geschäftsführer der Regionalenergie Osttirol, Manfred Gaschnig, als bezirksabdeckender Biomasseheizwerkbetreiber anwesend. Der Tiroler Heizwerkverband (http://www.biomasseheizwerke.info) fördert beratend den Ausbau der Biomasse-Nahwärmnetze sowie die allgemeine kommunikative Vernetzung.

Vision des „Tirol 2050“ Prozesses ist es, bis zum Jahr 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas zu sein. Dies soll erreicht werden, indem einerseits der Endenergiebedarf halbiert und andererseits der Anteil an erneuerbarer Energie um 30% gesteigert wird. Den Heizwerken kommt hier eine besondere Aufgabe zu. Osttirol ist mit seinen diversen Heizwerken schon auf einem guten Weg.

Die Anwesenden diskutierten, wie der Beitrag an Holz zur Energiegewinnung zur Steigerung der Wertschöpfungskette innerhalb Osttirols weiter optimiert werden kann. Drei Punkte kristallisierten sich dabei heraus:

1) Das Zusammenspiel und die Zusammenarbeit von Bürgermeistern, Waldaufsehern und Heizwerkbetreibern soll weiter ausgebaut werden.

2) Die Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung des Bewusstseins für den nachhaltigen Energielieferanten Holz und zur Imagesteigerung der Heizwerke in Osttirol soll verstärkt werden.

3) Gemeinsam mit dem Tiroler Heizwerkverband sollen Lösungen gefunden werden, um bürokratischen Herausforderungen einfacher und besser zu begegnen.

Der arbeitsintensive Nachmittag wurde mit einer Begehung des Heizwerkes der Stadtwärme Lienz unter Führung des Betriebsleiters, Ingenieur Thomas Mühlmann, abgerundet. Die Teilnehmer des Workshops informierten sich vor Ort über Technik und Leistungen.

Wer regelmäßig Autos mit einem konventionellen Antrieb fährt, muss bei E-Fahrzeugen etwas umdenken. Es bedarf eines vorausschauenden Fahrens, das etwas Übung erfordert. Dies beginnt bereits bei der Planung von Route und Zeit. Die Reichweite – zwischen 100 und 200 km je nach Model, ein Tesla schafft 450 km – bedingt, sich bereits vor Fahrbeginn einen Überblick nach Tankmöglichkeiten zu verschaffen. Im Falle von Kurzstrecken im Bezirk ist das unproblematisch. Bei längeren Strecken ist das absolut ratsam, obwohl viele Autos mit einem internetbasierten Navigationssystem ausgestattet sind.

Was tatsächlich zu ersten Irritationen beim Starten führen kann, dass die Batterieanzeige trotz Volltankens nicht die optimale Reichweite anzeigt. Das begründet sich durch den Bordcomputer, der aus den vorangegangenen Fahrten einen Durchschnittsverbrauch ermittelt und diesen auf die Reichweite umlegt. Bergauf oder „unter Last“ verbraucht das E-Auto entsprechend Energie. Automatisch sinkt die Reichweite. Jedoch relativiert sich diese z. B. bei jedem Bremsvorgang, da diese Kraft wieder in nutzbare Akkuleistung umgewandelt wird. Nach ein paar Fahrten bekommt man ein Gefühl dafür und weiß, wie es funktioniert.

Gerade bei längeren Strecken können Situationen entstehen, die für einen gewöhnlichen „Konventionell-Antriebs-Lenker“ zur Herausforderung werden: Stau, Hitze, Kälte oder gar die letzte E-Tankstelle nicht genutzt. Es beginnt ein Spiel mit der Tankanzeige, besonders, wenn man im Hinterkopf hat, welche Stromverbraucher wie Licht, Klimaanlage, Gebläse oder Multimedia-Device ebenfalls vom Akku gespeist werden. Wir haben ein paar Fakten von erfahrenen E-Auto-Lenkern zusammengestellt, die für entspanntes, aber wie gesagt vorausschauendes Fahren sorgen sollen:

Im ECO–Modus zieht die Klimaanlage (nach einer Anlaufphase) max. 1 kW. Damit könnte man theoretisch einen ganzen Tag lang im Stau stehen ohne, dass nennenswert der Akku entleert wird. Jedoch: Ohne ECO-Modus kann die Klimaanlage bis zu 3 kW verbrauchen!

Das Gebläse verbraucht höchstens 100 W. Das ist für den Verbrauch unkritisch, selbst an heißen Tagen.

Wenn der Innenraum runtergekühlt ist, geht auch die von der Wärmepumpe benötigte Leistung runter. Die Leistungsanzeige (bei FLUGS rechts auf der Armatur kann dann sogar 0 kW anzeigen.

Radio, Licht und andere Bordenergieverbraucher werden aus der kleinen 12-V-Batterie gespeist. Diese wird zwar vom Antriebsakku nachgeladen, aber auch dieser Verbrauch ist zu vernachlässigen. Das macht bei 120 km Reichweite nur ein bis zwei Kilometer aus.

E-Auto fahren ist also Gewöhnungs- und Erfahrungssache. Mit der Zeit wird man entspannter, wenn man weiß, wie die beiden Anzeigen – Reichweite und Leitung – zu deuten sind. Und ist man ehrlich: Wie ist es einem bei den ersten Fahrten in einem konventionell angetriebenen Wagen ergangen? Das Aufleuchten von Serviceleuchten hat irritiert, und wenn das Signal des Reservetanks ertönte, kam auch Unruhe auf verbunden mit Berechnungen zur Reichweite.

Es ist alles eine Sache der Übung, des Vertrauens und des Kopfes. Gute Fahrt mit dem FLUGS!