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FLUGS: E-Mobilität der Regionalenergie Osttirol

 

 

Anleitungen

Bedienungsanleitung Renault Zoe Bedienung ZOE
Anleitung Tankstelle Bedienungsanleitung

E-Carsharings FLUGS

Die Idee

Nachhaltigkeit, Schonung der Umwelt, Regionalität und der genossenschaftliche Gedanke stehen beim E-Carsharing der Regionalenergie Osttirol im Vordergrund.

Ein Auto kostet Geld. Die Anschaffung ist im Vergleich zum Unterhalt der geringere Kostenanteil. Das Verhältnis zwischen Ausgaben und Nutzung steht oft in keiner wirtschaftlichen Relation. E-Carsharing ist eine wirtschaftliche Option zum Zweitwagen, insbesondere für Kurzstrecken im Bezirk. Auch für Firmen ist E- Carsharing eine Alternative zum Fuhrpark.

FLUGS entlastet das „Geldbörsl“, da Ende des Monats mehr Geld in der Haushaltskasse sein wird! Denn: Bezahlt wird effektiv nur für das Fahren und nicht dafür, das Auto stehenzulassen! Außerdem leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Umwelt, weil kein Schadstoffausstoß entsteht.

Geschichte des Carsharings

Bereits in den 1960er Jahren wurden die ersten Konzepte für Carsharing entwickelt. In den frühen 1970er Jahren kam es zu ersten größeren Projekten in Paris und Amsterdam. Die Projekte wurden jedoch eingestellt, weil die Abwicklung und Handhabung unausgereift waren.

Der Gedanke, Dinge zu teilen, statt sie teuer zu kaufen und zu besitzen, blieb jedoch bestehen. Gerade in den letzten Jahren ist das besonders für die jüngeren Generationen zu einer echten Alternative geworden: Teilen statt besitzen spart Geld und Ressourcen.

Seit den 2000er Jahren wird Carsharing in den Städten mehr und mehr zu einer fest etablierten Einrichtung – gerade in Verbindung mit E-Mobilität. In Osttirol wurde als Ergebnis des Leitbildprozesses „Vordenken für Osttirol“ 2015 ein erstes Pilotprojekt in der Stadt Lienz umgesetzt. Seit dem sind weitere Standorte im Bezirk dazu gekommen. Der Ausbau der Flotte und der Standorte wird kontinuierlich fortgesetzt.

Was kostet ein Auto?

Copyright Grafik: AberJung

Eigentum verpflichtet – Teilen ist cleveres Nutzen

Ein Auto kostet Geld. Die Anschaffung ist im Vergleich zum Unterhalt inzwischen der geringere Kostenanteil. Das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzung steht in vielen Fällen in keiner wirtschaftlichen Relation. Gezahlt wird für das Stehen und weniger fürs Fahren.

Bei den Antriebsarten muss sich generell die Frage gestellt werden: „Wofür wird das Auto verwendet?“ Geht es um große Reichweiten, wie z.B. Geschäftsfahrten oder Urlaub, dann liegt der Vorteil beim Verbrennungsmotor. Für alle anderen Fahrten des täglichen Lebens ist das E-Auto die Zukunft. In Verbindung mit dem Gedanken „des Teilens“ spricht neben dem Umweltaspekt auch der Ökonomische für ein Carsharing – das gemeinschaftliche Nutzen eines Fahrzeugs.

Die deutsche Stiftung Warentest errechnete beispielhaft bei 5.000 km/p.a. monatliche Kosten von 138 Euro beim Carsharing gegenüber 206 Euro für ein eigenes Auto. Carsharing24/7 rechnet vor, dass mit einem privat geteilten Fahrzeug bis zu acht Pkws ersetzt werden können. Außerdem: Drei Fahrten mit einem kommerziellen Gemeinschaftswagen kosten ca. 109 Euro wirtschaftliche Option anstatt eines Zweitwagens insbesondere für Kurzstrecken. Hier liegt der Schlüssel für Elektromobilität: das E- Carsharing. Das Vorarlberger Unternehmen Caruso hat sich zum Ziel gesetzt, den Aufbau selbst organisierter Carsharing-Gruppen zu erleichtern besonders im Hinblick auf E-Autos. Sie bieten ein System an, bestehend aus Software und erforderlicher Technik, das schnell am Gemeinschafts-Pkw installiert ist. Damit wird E- Carsharing unkompliziert für Privatpersonen, Firmen und Gemeinden. Auf der Homepage von Caruso Carsharing wird die Idee übersichtlich erklärt.

 

Dem E-Carscharing FLUGS liegt der genossenschaftliche Gedanke zugrunde und hat ebenso rechtliche Hintergründe. Daher ist eine Mitgliedschaft erforderlich.

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PREMIUM – Tarif  monatliche Grundgebühr nur 4,90 € *

Als Premiumkunde zahlst du eine kleine monatliche Grundgebühr und erhälst im Gegenzug einen günstigeren Tarif. Optimal für Vielfahrer und Sparfüchse!

Renault Zoe
Premiumtarif - Tag
Zeitraum 7.00 - 19.59
2 € / Stunde
0,20 € / Kilometer
Renault Zoe
Premiumtarif - Nacht
Zeitraum 20.00 - 6.59
0,20 € / Stunde
0,20 € / Kilometer
BMW i3
Premiumtarif - Tag
Zeitraum 7.00 - 19.59
3 € / Stunde
0,20 € / Kilometer
BMW i3
Premiumtarif - Nacht
Zeitraum 20.00 - 6.59
0,20 € / Stunde
0,20 € / Kilometer

FLEX – Tarif ohne monatliche Grundgebühr

Du willst eCarsharing testen oder nutzt das Angebot nur selten? Im FLEX – Tarif kannst du flo ganz ohne monatliche Grundgebühr mieten. 

Renault Zoe
FLEX - Tarif
Zu jeder Tages- und Nachtzeit
4 € / Stunde
0,20 € / Kilometer
BMW i3
FLEX - Tarif
Zu jeder Tages- und Nachtzeit
5 € / Stunde
0,20 € / Kilometer

Für genaue Informationen wenden sie sich an:

office@regionalenergie-osttirol.at
04852 65835 

Virgen


Gemeindezentrum, 9972 Virgen

Sankt Jakob,


Unterrotte 75, 9963 St. Jakob i. Def.

Hopfgarten


Dorf 46, 9961 Hopfgarten i. Def.

St. Veith


Gsaritzen 28, 9962 St. Veit i. Def.

Innervillgraten


Gasse 78, 9932 Innervillgraten

Lienz


Steger Garten, 9900 Lienz

Kärntner Straße 16, 9900 Lienz

Bürgeraustraße 31, 9900 Lienz

Kärntner Straße 16, 9900 Lienz

Nikolsdorf


Lengberg 1, 9782 Nikolsdorf

  • E-Carsharing FLUGS ein Projekt im Sinne von Tirol 2050
    April 2017: Regionalenergie Osttirol

    Was mit einer Idee während des Prozesses „Vordenken für Osttirol“ begann, durch den Verein „Energie-Impulse Osttirol“ ehrenamtlich umgesetzt wurde und schließlich von der Regionalenergie Osttirol, als neuer Träger, kontinuierlich ausgebaut wird, steht im Einklang mit dem Programm energieautonomes Tirol 2050. Das E-Carsharing FLUGS, was mehr ist als ein Verkehrskonzept – die Verbindung von Mobilität und identitätsstiftenden Gemeinschaftsgedanken – findet schon seit längerem über die Grenzen des Bezirks hinweg Beachtung. Nun reiht sich das E-Carsharing made in Osttirol mit einem Bericht neben vielen anderen zukunftsorientierten Projekten auf die Homepage von Tirol 2050 ein.Den Beitrag finden Sie hier

  • Kann der FLUGS problemlos bergauf fahren?
    September 2016: Jan Schäfer

    Diese Frage habe ich öfter gehört, während ich für den Verein e-tirol den FLUGS vorgestellt habe. Unterschwellig schwingt bedingtes Vertrauen in die E-Mobilität mit. Was können E-Autos wirklich leisten? Sind sie mit einem Benziner oder Diesel vergleichbar? Meine eigenen Erfahrungen waren bisher nur auf den Lienzer Talboden begrenzt.

    Der FLUGS, ein Renault ZOE, hinterließ dabei immer einen sehr guten Eindruck. Ohne Einschränkung hält das Auto im laufenden Verkehr mit. Bereits ein geringfügiges Antippen des Gaspedals reicht aus und der Impuls wird sofort auf die Räder übertragen. Ohne Verzögerung ist der Antrieb da. Der kraftvolle Antrieb ist dabei spürbar. Der Vorteil ist, die Beschleunigung erfolgt nahezu geräuschlos. Daran muss man sich jedoch erst gewöhnen, falls man bisher nur Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gefahren ist. Bei einer Fahrt über Land mit höheren Geschwindigkeiten ist das Innengeräusch mit dem vergleichbar, wenn man in einem Flugzeug sitzt. Das Gefühl des Gleitens stellt sich ein.

    Beschleunigung, die überzeugt

    Die Beschleunigung des FLUGS verblüfft auch einige andere Verkehrsteilnehmer. Besonders bei Rotphasen an der Ampel ist zeitweilig an den Gesichtern des nächsten Autofahrers abzulesen: „Oh, mein Gott ein E-Fahrzeug!“ Gleiches lässt sich gelegentlich erfahren, wann immer man auf der Bundesstraße unterwegs ist. Die Überraschung ist offensichtlich, sobald der Renault ZOE beschleunigt wird – schneller als mancher denkt. E-Auto bedeutet keinesfalls untermotorisiert.

    Was den Talboden betraf, kann ich diese Aussage nur unterstreichen. Vor Kurzem durfte ich im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Strumer Hof (Matrei / Hintereggkogel) den FLUGS und das E-Carsharing vorstellen. Ich war gespannt, wie sich der kleine Flitzer am Berg macht. Von Lienz nach Matrei stellte keine Herausforderung dar. Auch auf der teilweise steilen Bergstraße von Matrei über Zedlach zum Strumer Hof überzeugte der 65 KW / 88 PS starke E-Antrieb. Mühelos ist der Wechsel zwischen Abbremsen und Beschleunigung. Aus dieser Sicht gesehen, ist kein Unterschied zu Autos mit einem Verbrennungsmotor festzustellen.

    Fahrstil beeinflusst die Reichweite

    Was mich etwas erstaunte, war die Abnahme der zur Verfügung stehenden Energie – quasi dem Tankinhalt. In Lienz wurden mir 140 km Reichweite angezeigt. Als ich an meinem Ziel ankam, waren es nur 78 km. Vom Hörensagen wusste ich, dass sich beim Bergabfahren die Reichweite wieder etwas erhöht. Vereinfacht gesagt entsteht das beim Abbremsen, da diese Energie teilweise zurückgeführt werden kann. Als ich wieder auf die Bundesstraße Richtung Lienz einbog, war der Anzeigenstand 94 km wieder angestiegen.

    Fazit: Der FLUGS ist absolut alltagstauglich und für Fahrten im Bezirk auf jeden Fall geeignet – gleich ob Tal oder Berg.

  • Mit dem FLUGS nach Klagenfurt – ist das möglich?
    August 2016: Jan Schäfer

    Das Thema Reichweiten wird immer wieder bei E-Autos angesprochen und diskutiert. Gleich, ob es in der Fachpresse ist oder im Gespräch mit Interessierten. Im Allgemeinen und nach der Erfahrung von e-tirol sind Strecken bis 120 Kilometer absolut unbedenklich zu fahren. Mit dem FLUGS ist jeder Punkt im Bezirk hin und retour sicher erreichbar. Dabei muss das Ziel nicht unbedingt im Tal liegen. Bergstrecken können ebenfalls sorglos eingeplant werden. Nun kann es vorkommen, dass ein Auto für eine längere Strecke benötigt wird, aber der einzige Wagen in der Familie bereits unterwegs ist. Wäre der FLUGS eine Alternative?

    Da wir vom FLUGS absolut überzeugt sind, machten wir den Selbsttest. Das Ziel war der Flughafen Klagenfurt, da öfter Gäste oder Geschäftspartner von dort abgeholt und dann wieder hingebracht werden wollen. Bei einem Auto mit einem konventionellen Antrieb, setzt man sich einfach ans Steuer, fährt los und benötigt je nach Verkehrslage eineinhalb bis zwei Stunden für die Strecke von Lienz aus. Beim E-Fahrzeug ist es etwas anders. Vor der Abfahrt ist es ratsam schon mal im Internet nach Tankstellen unter beispielsweise www.e-tankstellen-finder.com nachzuschauen, wo Lademöglichkeiten für unterwegs bestehen. Auf dem Parkplatz des Flughafens Klagenfurt befindet sich direkt gegenüber den Terminals eine Ladestation, wie sie ebenfalls in Lienz steht.

    Zwischenstopp in Villach

    Theoretisch wäre es möglich, mit dem FLUGS ohne Zwischenstopp die 142 Kilometer zu bewältigen. Dieses Wagnis wollten wir beim Test nicht eingehen und entschieden uns in Villach zu tanken. Dort befindet sich gegenüber vom ÖAMTC Österreichs größte E-Tankstellenanlage inklusive diverser Optionen für einen Kaffee oder etwas zu essen, um die Ladezeit angenehm zu überbrücken.

    Für die Fahrt planten wir also zweieinhalb bis drei Stunden ein. Bis Villach verlief die Fahrt so wie mit jedem anderen Auto auch, nur dass der Geräuschpegel wohltuend niedriger ist. Durch das Führen mittels eines Navigationsgeräts war der ÖAMTC leicht gefunden. Jedoch liegt die „Supertankstelle“ dem ÖAMTC Stützpunkt unscheinbar gegenüber. Man muss schon sehr genau hinsehen, um die grün markierten Parkflächen mit den Ladesäulen zu finden. Neben den gewohnten Ladesäulen befinden sich Tankstellen für den Tesla dort sowie drei Supercharger inklusive drei verschiedener Ladekabel, die an der Ladevorrichtung angeschlossen sind. Wer Glück beim „Betanken“ hat, kann einen Tesla beim Aufladen sehen. Es ist schon beeindruckend, wie E-Autos aussehen können!

    E-Tankstellen-Finder sind eine gute Hilfe

    Wir entschieden uns für die Schnellladestation. Innerhalb von 30 Minuten sollte der FLUGS bei 40 Restkilometern komplett aufgeladen sein. Ohne Besonderheiten ging es weiter zum Flughafen, der in nur zwei Stunden inklusive Aufladung erreicht wurde. Hier ging der FLUGS für die Rückfahrt wieder an die E-Tankstelle. Die Zeit fürs Warten auf die Gäste, das Auschecken und die Begrüßung war ausreichend um wieder 100% Kapazität zur Verfügung zu haben. Auf der Rückfahrt waren wir drei Personen plus zwei Koffer und das Thermometer zeigte 37 Grad an. Diese Details sind wichtig für den weiteren Verlauf des Tests.

    Kurz hinter Klagenfurt ereignete sich ein Unfall. Die Autobahn wurde gesperrt. Wir hatten Glück und konnten den Abzweig Velden benützen. Jedoch brauchten wir für diese knapp zwei Kilometer dorthin eine gute halbe Stunde. Wegen der Wärme war das Gebläse an, aber die Klimaanlage wurde vorsorglich abgeschaltet, um Strom zu sparen. Alle Stromquellen werden aus einer Batterie versorgt, die auch für den Antrieb zuständig ist. Je länger wir standen, desto mehr nahm die Reichweite ab. So wurde schließlich auch das Gebläse ausgestellt, was unglaublich viel Energie benötigt, damit die Ladestation in Villach sicher erreicht werden kann. Im Schritttempo ging es durch Velden zur übernächsten Autobahnauffahrt. Mit 70 Kilometer Reichweite im „Tank“ erreichten wir wieder die E-Tankstelle in Villach.

    Die Reichweite wird knapp – guter Rat ist nun teuer

    Voll aufgeladen ging es danach weiter. Hinter Spital bereits auf der Bundesstraße befindlich, zeigt die Distanzanzeige nur noch 40 Kilometer an. Das hätte für Lienz nicht mehr gereicht. Das Navigationsgerät hat die Option der Lademöglichkeit während der Fahrt anzuzeigen. Aufgrund der noch vorhandenen Reichweite verwies jedoch das Navigationssystem darauf, dass keine Berechnungen für die nächste E-Tankstelle möglich sind. Wir probierten dennoch so dicht, wie es geht, an Lienz heranzu- fahren. Das Minimalziel war Dölsach, da dort unser Vereinsmitglied Martin Kollnig auf seinem Firmengelände eine Ladevorrichtung hat.

    Zum Sparen vom Strom wurden alle Energieverbraucher ausgestellt und der FLUGS in den ECO-Modus geschaltet. Ferner fuhren wir nur noch um die 80 km/h und nutzten die Bremswirkung des Autos zum Aufladen der Batterie. Mit dieser Taktik schafften wir es tatsächlich bis Lienz und hatten am Ende sogar fast 30 Kilometer Reichweite buchstäblich „erbremst“.

    Fazit: E-Auto fahren, heißt den Kopf einschalten. Neben der Planung für Zeit und Lademöglichkeiten, müssen weitere Faktoren bedacht werden – Temperatur und Gewicht! Das hatten wir bei der Rückfahrt nicht bedacht. Deswegen verbrauchte der FLUGS mehr Strom als auf der Hinfahrt. Wir hätten einen Stopp mehr einplanen müssen, um entspannter zu fahren.

    Dennoch: Wer das bedenkt, kann ohne Probleme auch größere Distanzen mit einem E-Mobil fahren ohne auf die Vorzüge von Radio, Klimaanlage oder dem Bluetooth-System verzichten zu müssen. Der FLUGS ist eine Alternative.

  • Tipps im Umgang und zur Fahrweise mit FLUGS
    Mai 2016: Jan Schäfer

    Wer regelmäßig Autos mit einem konventionellen Antrieb fährt, muss bei E-Fahrzeugen etwas umdenken. Es bedarf eines vorausschauenden Fahrens, das etwas Übung erfordert. Dies beginnt bereits bei der Planung von Route und Zeit. Die Reichweite – zwischen 100 und 200 km je nach Model, ein Tesla schafft 450 km – bedingt, sich bereits vor Fahrbeginn einen Überblick nach Tankmöglichkeiten zu verschaffen. Im Falle von Kurzstrecken im Bezirk ist das unproblematisch. Bei längeren Strecken ist das absolut ratsam, obwohl viele Autos mit einem internetbasierten Navigationssystem ausgestattet sind. Was tatsächlich zu ersten Irritationen beim Starten führen kann, dass die Batterieanzeige trotz Volltankens nicht die optimale Reichweite anzeigt. Das begründet sich durch den Bordcomputer, der aus den vorangegangenen Fahrten einen Durchschnittsverbrauch ermittelt und diesen auf die Reichweite umlegt. Bergauf oder „unter Last“ verbraucht das E-Auto entsprechend Energie. Automatisch sinkt die Reichweite. Jedoch relativiert sich diese z. B. bei jedem Bremsvorgang, da diese Kraft wieder in nutzbare Akkuleistung umgewandelt wird. Nach ein paar Fahrten bekommt man ein Gefühl dafür und weiß, wie es funktioniert. Gerade bei längeren Strecken können Situationen entstehen, die für einen gewöhnlichen „Konventionell-Antriebs-Lenker“ zur Herausforderung werden: Stau, Hitze, Kälte oder gar die letzte E-Tankstelle nicht genutzt. Es beginnt ein Spiel mit der Tankanzeige, besonders, wenn man im Hinterkopf hat, welche Stromverbraucher wie Licht, Klimaanlage, Gebläse oder Multimedia-Device ebenfalls vom Akku gespeist werden. Wir haben ein paar Fakten von erfahrenen E-Auto-Lenkern zusammengestellt, die für entspanntes, aber wie gesagt vorausschauendes Fahren sorgen sollen: Im ECO–Modus zieht die Klimaanlage (nach einer Anlaufphase) max. 1 kW. Damit könnte man theoretisch einen ganzen Tag lang im Stau stehen ohne, dass nennenswert der Akku entleert wird. Jedoch: Ohne ECO-Modus kann die Klimaanlage bis zu 3 kW verbrauchen! Das Gebläse verbraucht höchstens 100 W. Das ist für den Verbrauch unkritisch, selbst an heißen Tagen. Wenn der Innenraum runtergekühlt ist, geht auch die von der Wärmepumpe benötigte Leistung runter. Die Leistungsanzeige (bei FLUGS rechts auf der Armatur kann dann sogar 0 kW anzeigen. Radio, Licht und andere Bordenergieverbraucher werden aus der kleinen 12-V-Batterie gespeist. Diese wird zwar vom Antriebsakku nachgeladen, aber auch dieser Verbrauch ist zu vernachlässigen. Das macht bei 120 km Reichweite nur ein bis zwei Kilometer aus. E-Auto fahren ist also Gewöhnungs- und Erfahrungssache. Mit der Zeit wird man entspannter, wenn man weiß, wie die beiden Anzeigen – Reichweite und Leitung – zu deuten sind. Und ist man ehrlich: Wie ist es einem bei den ersten Fahrten in einem konventionell angetriebenen Wagen ergangen? Das Aufleuchten von Serviceleuchten hat irritiert, und wenn das Signal des Reservetanks ertönte, kam auch Unruhe auf verbunden mit Berechnungen zur Reichweite. Es ist alles eine Sache der Übung, des Vertrauens und des Kopfes. Gute Fahrt mit dem FLUGS!

  • Funktioniert das E-Car im Alltag?
    August 2015: Ein Erfahrungsbericht von Christian Pichler

    Die Entscheidung für ein Auto mit Elektroantrieb fiel vor über einem Jahr nach einer zweitägigen Probefahrt. Meine Frau und ich sind mit dem Wagen im gesamten Bezirk Osttirol unterwegs gewesen – Tal- sowie Bergstrecken. Wir stellten fest, dass wir auf nichts verzichten müssen und es ein entspanntes Fahren ist. Wir kauften uns den Renault ZOE. Nach 13 Monaten haben wir gute Erfahrungen gemacht. Im Sommer beträgt die Reichweite ca. 170 km. Im Winter sind es 90 km, aber das ist für Fahrten im Bezirk ausreichend. Selbst in die Steiermark sind wir gefahren und brauchten nur zwei Ladestopps à 45 min. Die „Tankstellen“-Infrastruktur in Tirol ist allerdings ausbauwürdig. In Kärnten hingegen ist sie top! An Servicekosten sind für uns bisher nur 150 Euro angefallen. Unser Fazit: Das E-Car ist alltagstauglich und eine runde Sache.

  • Mit dem Elektroauto von Hannover nach Osttirol
    Juli 2015: Stephan Hilchenbach

    Das Thema Reichweiten wird immer wieder bei E-Autos angesprochen und diskutiert. Gleich, ob es in der Fachpresse ist oder im Gespräch mit Interessierten. Im Allgemeinen und nach der Erfahrung von e-tirol sind Strecken bis 120 Kilometer absolut unbedenklich zu fahren. Mit dem FLUGS ist jeder Punkt im Bezirk hin und retour sicher erreichbar. Dabei muss das Ziel nicht unbedingt im Tal liegen. Bergstrecken können ebenfalls sorglos eingeplant werden. Nun kann es vorkommen, dass ein Auto für eine längere Strecke benötigt wird, aber der einzige Wagen in der Familie bereits unterwegs ist. Wäre der FLUGS eine Alternative?

    Da wir vom FLUGS absolut überzeugt sind, machten wir den Selbsttest. Das Ziel war der Flughafen Klagenfurt, da öfter Gäste oder Geschäftspartner von dort abgeholt und dann wieder hingebracht werden wollen. Bei einem Auto mit einem konventionellen Antrieb, setzt man sich einfach ans Steuer, fährt los und benötigt je nach Verkehrslage eineinhalb bis zwei Stunden für die Strecke von Lienz aus. Beim E-Fahrzeug ist es etwas anders. Vor der Abfahrt ist es ratsam schon mal im Internet nach Tankstellen unter beispielsweise www.e-tankstellen-finder.com nachzuschauen, wo Lademöglichkeiten für unterwegs bestehen. Auf dem Parkplatz des Flughafens Klagenfurt befindet sich direkt gegenüber den Terminals eine Ladestation, wie sie ebenfalls in Lienz steht.

    Zwischenstopp in Villach

    Theoretisch wäre es möglich, mit dem FLUGS ohne Zwischenstopp die 142 Kilometer zu bewältigen. Dieses Wagnis wollten wir beim Test nicht eingehen und entschieden uns in Villach zu tanken. Dort befindet sich gegenüber vom ÖAMTC Österreichs größte E-Tankstellenanlage inklusive diverser Optionen für einen Kaffee oder etwas zu essen, um die Ladezeit angenehm zu überbrücken.

    Für die Fahrt planten wir also zweieinhalb bis drei Stunden ein. Bis Villach verlief die Fahrt so wie mit jedem anderen Auto auch, nur dass der Geräuschpegel wohltuend niedriger ist. Durch das Führen mittels eines Navigationsgeräts war der ÖAMTC leicht gefunden. Jedoch liegt die „Supertankstelle“ dem ÖAMTC Stützpunkt unscheinbar gegenüber. Man muss schon sehr genau hinsehen, um die grün markierten Parkflächen mit den Ladesäulen zu finden. Neben den gewohnten Ladesäulen befinden sich Tankstellen für den Tesla dort sowie drei Supercharger inklusive drei verschiedener Ladekabel, die an der Ladevorrichtung angeschlossen sind. Wer Glück beim „Betanken“ hat, kann einen Tesla beim Aufladen sehen. Es ist schon beeindruckend, wie E-Autos aussehen können!

    E-Tankstellen-Finder sind eine gute Hilfe

    Wir entschieden uns für die Schnellladestation. Innerhalb von 30 Minuten sollte der FLUGS bei 40 Restkilometern komplett aufgeladen sein. Ohne Besonderheiten ging es weiter zum Flughafen, der in nur zwei Stunden inklusive Aufladung erreicht wurde. Hier ging der FLUGS für die Rückfahrt wieder an die E-Tankstelle. Die Zeit fürs Warten auf die Gäste, das Auschecken und die Begrüßung war ausreichend um wieder 100% Kapazität zur Verfügung zu haben. Auf der Rückfahrt waren wir drei Personen plus zwei Koffer und das Thermometer zeigte 37 Grad an. Diese Details sind wichtig für den weiteren Verlauf des Tests.

    Kurz hinter Klagenfurt ereignete sich ein Unfall. Die Autobahn wurde gesperrt. Wir hatten Glück und konnten den Abzweig Velden benützen. Jedoch brauchten wir für diese knapp zwei Kilometer dorthin eine gute halbe Stunde. Wegen der Wärme war das Gebläse an, aber die Klimaanlage wurde vorsorglich abgeschaltet, um Strom zu sparen. Alle Stromquellen werden aus einer Batterie versorgt, die auch für den Antrieb zuständig ist. Je länger wir standen, desto mehr nahm die Reichweite ab. So wurde schließlich auch das Gebläse ausgestellt, was unglaublich viel Energie benötigt, damit die Ladestation in Villach sicher erreicht werden kann. Im Schritttempo ging es durch Velden zur übernächsten Autobahnauffahrt. Mit 70 Kilometer Reichweite im „Tank“ erreichten wir wieder die E-Tankstelle in Villach.

    Die Reichweite wird knapp – guter Rat ist nun teuer

    Voll aufgeladen ging es danach weiter. Hinter Spital bereits auf der Bundesstraße befindlich, zeigt die Distanzanzeige nur noch 40 Kilometer an. Das hätte für Lienz nicht mehr gereicht. Das Navigationsgerät hat die Option der Lademöglichkeit während der Fahrt anzuzeigen. Aufgrund der noch vorhandenen Reichweite verwies jedoch das Navigationssystem darauf, dass keine Berechnungen für die nächste E-Tankstelle möglich sind. Wir probierten dennoch so dicht, wie es geht, an Lienz heranzu- fahren. Das Minimalziel war Dölsach, da dort unser Vereinsmitglied Martin Kollnig auf seinem Firmengelände eine Ladevorrichtung hat.

    Zum Sparen vom Strom wurden alle Energieverbraucher ausgestellt und der FLUGS in den ECO-Modus geschaltet. Ferner fuhren wir nur noch um die 80 km/h und nutzten die Bremswirkung des Autos zum Aufladen der Batterie. Mit dieser Taktik schafften wir es tatsächlich bis Lienz und hatten am Ende sogar fast 30 Kilometer Reichweite buchstäblich „erbremst“.

    Fazit: E-Auto fahren, heißt den Kopf einschalten. Neben der Planung für Zeit und Lademöglichkeiten, müssen weitere Faktoren bedacht werden – Temperatur und Gewicht! Das hatten wir bei der Rückfahrt nicht bedacht. Deswegen verbrauchte der FLUGS mehr Strom als auf der Hinfahrt. Wir hätten einen Stopp mehr einplanen müssen, um entspannter zu fahren.

    Dennoch: Wer das bedenkt, kann ohne Probleme auch größere Distanzen mit einem E-Mobil fahren ohne auf die Vorzüge von Radio, Klimaanlage oder dem Bluetooth-System verzichten zu müssen. Der FLUGS ist eine Alternative.

  • FLUGS ist mehr als nur das „Ausleihen“ eines Fahrzeugs
    Juli 2015, Jan Schäfer

    Das Wort „E-Carsharing“ ist für etliche Menschen sperrig und verwirrend. Deshalb ist „FLUGS“ kaum mit ein paar Schlagworten erklärt. Carsharing wird fälschlicherweise gelegentlich mit „Autovermietung“ im gewöhnlichen Sinne gleich gesetzt. Das ist es definitiv nicht. Der Begriff „E-Carsharing“ setzt sich aus den englischen Wörtern „E“ für electric (Elektroantrieb), „Car“ – bezogen auf das Auto oder Fahrzeug – und sharing, was die uneigennützige Komponente – das Teilen – dieses Fahrzeugs beschreibt. Der angelsächsische Ausdruck wird oft im Deutschen mit Gemeinschaftsauto übersetzt. Hier wird der soziale Aspekt deutlicher.

    Carsharing liegt im Trend

    Im Gegensatz zu konventionellen Autovermietungen ist das Carsharing generell ein kurzzeitiges oder gar nur minutenweises Entleihen von Fahrzeugen gegen eine Gebühr. Das Carsharing hat seinen Anfang 1948 in Zürich/Schweiz genommen. Jedoch setzte sich die Idee erst in den 1980er Jahren weiter durch. In Österreich gibt es das Carsharing seit 1997. Es werden dabei zwei Arten unterschieden: das private und das kommerzielle Carsharing, das sich im urbanen Raum durchgesetzt hat. Mittlerweile setzt sich der Gedanke des „Gemeinschaftsautos“ ebenso vermehrt im ländlichen Raum durch. Hier sind die Betreiber oft Vereine. Die deutsche Stiftung Warentest errechnete beispielhaft bei 5.000 km/p.a. monatliche Kosten von 138 Euro beim Carsharing gegenüber 206 Euro, die ein eigenes Auto kosten würde.. Diese Tatsache kann ein kalkulatorisches Kriterium bei der Überlegung eines Zweitwagens sein. Carsharing ist eine wirtschaftliche Option insbesondere für Kurzstrecken.

    Idealweise befinden sich an Verkehrsknotenpunkten wie an Bahnhöfen, Bushaltestellen, öffentlichen Parkplätzen von Stadt- oder Einkaufszentren sowie touristischen Ausgangspunkten Stationen, an denen sich die Parkplätze der Carsharing-Autos befinden. Im Falle der E-Fahrzeuge sind in der Regel E-Tanksäulen zum Aufladen vorgesehen. Die vorab reservierten Pkws werden meist genutzt, um von diesen Knotenpunkten aus abgelegenere Ziele zu erreichen. Carsharing ist gleichwohl eine Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. Es ist ein Mittel der „kombinierten Mobilität“.

    E-Carsharing ein Beitrag für die Umwelt

    FLUGS basiert auf genau diesen Überlegungen. Dabei steht das Verkehrskonzept am Anfang und soll schrittweise im Bezirk ausgebaut werden. Es soll eine flächendeckende und sozialverträgliche Mobilitätsalternative sein, die Lücken in der allgemeinen und privaten Verkehrsinfrastruktur deckt – so die Vision. Neben dem reinen Fortbewegungsgedanken kommt bei FLUGS noch der Umweltaspekt hinzu: Dank Elektroantrieb entsteht kein Schadstoffausstoß, das Auto ist CO2-neutral und schont daher die Umwelt. Wird außerdem Strom aus regenerativen Quellen genützt, kommt das zusätzlich der Umwelt zugute. Davon profitiert auf mittlere und längere Sicht ganz Osttirol.

    Darüberhinaus ist FLUGS auch ein soziales Projekt von bezirksweiter Bedeutung. Diese Tragweite ist jedoch noch nicht allgemein bekannt. Wird FLUGS von den Gemeinden in Osttirol übernommen, ist neben der verbesserten Infrastruktur und einem zusätzlichen Service für die BürgerInnen auch ein weiteres integratives Moment geschaffen. Dann verbindet FLUGS Menschen, Bedürfnisse und Orte. Gelingt dieser Durchbruch, wäre das österreichweit einmalig und vorbildlich. Schon jetzt ist das Konzept in Tirol einmalig und findet in ganz Österreich Beachtung.

    Durch die Nutzung von FLUGS stehen Menschen schon automatisch bei der Reservierung miteinander in Kontakt. Über die Reservierungsplattform besteht die Möglichkeit der Kommunikation z.B. für Absprachen oder Mitfahrgelegenheiten, was den Tenor des „Teilens“ unterstreicht. Wird FLUGS in einer Gemeinde eingesetzt, so erhält das jeweilige Auto auf der Motorhaube das entsprechende offizielle Branding wie das Wappen oder ein spezielles Logo der Gemeinde. Es ist dann das Gemeinschaftsauto einer Gemeinde, was integriert und Verantwortung beinhaltet. Da alle Fahrzeuge des E-Carsharings ansonsten das gleiche Grunddesign haben, würde FLUGS den Bezirk Lienz verbinden: Das WIR in Osttirol wäre für alle erfahrbar.